Raus aus dem Sandwich

Belastung und Führungsverständnis korrelieren Raus aus dem Sandwich

Weg vom Macher, hin zum Coach und Berater der Mitarbeiter. Dieser Wandel im Rollenverständnis von Führungskräften scheint laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa mittlerweile in vielen Unternehmen angekommen zu sein – mit positiven Effekten für das ehemals in der Sandwich-Position gefangene und überlastete mittlere Management.

Die Märkte wandeln sich tiefgreifend und immer schneller, der Wettbewerb intensiviert sich zunehmend durch Digitalisierung und Automatisierung: Unternehmen reagieren auf diese Herausforderungen mit einer wachsenden Zahl von Veränderungsprojekten, die das mittlere Management zusätzlich zum Alltagsgeschäft belasten. Führungskräfte, die der ständigen Gleichzeitigkeit von Projekt- und Alltagsgeschäft mit einem neuen Rollenverständnis begegnen, können mit dieser Belastung besser umgehen. Das ist eines der Ergebnisse des „Führungsbarometer 2017“, einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Forsa, in der 90 Personalleiter und HR-Verantwortliche von Unternehmen mit mehr als 400 Mitarbeitern befragt wurden.

Belastung und Führungsverständnis korrelieren
 
Die Hälfte der befragten Unternehmen hat demnach aufgrund der gestiegenen Belastung durch Veränderungsprojekte die Rolle des mittleren Managements neu definiert. In drei Viertel (78%) dieser Unternehmen wiederum übernimmt diese Führungsebene immer häufiger die Rolle des Beraters, der mit seinen Mitarbeitern kommuniziert, ihnen konstruktive Impulse gibt und produktive Rahmenbedingungen schafft. Zudem verfügt das mittlere Management in diesen Unternehmen auch häufig über mehr Entscheidungskompetenz. Und das trägt Früchte: Laut der Forsa-Studie arbeiten zwei Drittel der Befragten, die sich weniger belastet fühlen, mit diesem anderen Verständnis ihrer Führungsaufgabe.

Die Forsa-Ergebnisse zeigen auch, wo noch Verbesserungspotenzial besteht: Beim Top-Management, wo sich das Rollenverständnis noch nicht in gleichem Maß gewandelt hat – vor allem wenn es um die Entwicklung von Wettbewerbsstrategien geht. Auch hier sind die Folgen evident: Die Umfrage zeigt, dass die subjektiv empfundene Belastung im mittleren Management sinkt, wenn diese Führungsebene verstärkt in die Strategieentwicklung eingebunden ist.

Das Selbstverständnis des „Machers“, dazu der Druck von oben und unten: Das führt beim mittleren Management oft zu dem Gefühl, im Sandwich gefangen zu sein. Die Rolle eines Coach oder Beraters für die Mitarbeiter kann zu einer Entlastung beitragen.

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